Was ist bei Chess960 anders?
Die Chess960-Ausgangsstellung
Wähle unten eine Nummer, um verschiedene Startstellungen zu erkunden. Nummer 518 entspricht der klassischen Aufstellung. Die Nummerierung dient zur Unterscheidung der Stellungen; die Guidelines schreiben sie nicht vor.
- Weiße Bauern in Reihe 2, übrige weiße Figuren in Reihe 1.
- Läufer auf verschiedenen Feldfarben, König zwischen den Türmen.
- Schwarz steht Weiß gegenüber, schwarze Bauern in Reihe 7.
II.1–II.2 erlauben Programm, Würfel, Münzen oder Karten zur Zufallsauswahl. Normale Bewegung und Mattziel bleiben.
Chess960-Startstellungen erkunden
Woher kommt die Zahl 960?
Für den weißfeldrigen Läufer gibt es vier Felder, für den schwarzfeldrigen ebenfalls vier. Danach bleiben sechs Felder für die Dame und zehn Möglichkeiten, die zwei gleichen Springer auf fünf freien Feldern zu verteilen. Auf die letzten drei Felder müssen Turm–König–Turm in dieser Reihenfolge. Das ergibt 4 × 4 × 6 × 10 = 960.
Diese Rechnung folgt aus II.2; sie schreibt dem Turnier kein Auslosungsverfahren vor. Die Nummern 0–959 im Explorer kennzeichnen die Aufstellungen, wobei 518 die klassische Startstellung ergibt. Schwarz übernimmt die entsprechende Aufstellung gegenüber.
Feste Zielfelder der Rochade
Scrolle die Tabelle seitlich, um alle Spalten zu vergleichen.
| Seite | Weiß | Schwarz |
|---|---|---|
| g, O-O | König g1, Turm f1 | König g8, Turm f8 |
| c, O-O-O | König c1, Turm d1 | König c8, Turm d8 |
Mit dem König auf b1 und den Türmen auf a1/h1 kannst du beide Rochaden getrennt nachspielen. Achte darauf, auf welchen Feldern König und Turm anschließend stehen.
Beide Figuren können ziehen, Plätze tauschen oder nur König beziehungsweise Turm ziehen. Die Rechte müssen bestehen. Der König darf nicht aus dem Schach, über ein angegriffenes Feld oder hinein rochieren. Beide Wege samt Zielen sind frei, außer von diesem König und Turm. Eine Figur kann schon am Ziel stehen. II.3 empfiehlt die Ansage am echten Brett; der König zieht nicht immer zwei Felder.
Erst die Zielfelder bestimmen, dann beide Wege prüfen
Scrolle die Tabelle seitlich, um alle Spalten zu vergleichen.
| Vor der g-seitigen Rochade | Bewegung | Danach |
|---|---|---|
| König g1, Turm h1 | Nur der Turm zieht | König g1, Turm f1 |
| König e1, Turm f1 | Nur der König zieht | König g1, Turm f1 |
| König f1, Turm g1 | Beide tauschen ihre Felder | König g1, Turm f1 |
Diese Beispiele setzen die Rochaderechte, freie Wege und die Sicherheit des Königs voraus. Die beiden Figuren zu erkennen reicht nicht aus, um die Rochade zu erlauben.
Am physischen Brett empfiehlt II.3.2.5, den König kurz außerhalb des Brettes nahe seinem Zielfeld abzustellen, den Turm zu setzen und dann den König. Eine Ankündigung kann Missverständnisse vermeiden. Prüfe den Weg von König und Turm getrennt, statt nur zwei Königsfelder abzuzählen.
Häufige Fragen
Kann der König bei der Rochade stehen bleiben?
Ja. Steht der König bereits auf seinem Zielfeld, muss unter Umständen nur der Turm ziehen. Rochaderecht, freie Wege und die Sicherheit des Königs müssen trotzdem gegeben sein.
Darf Schwarz eine andere Grundstellung wählen?
Nein. Nach II.2.3 stehen die schwarzen Figuren den weißen gegenüber. Beide Seiten beginnen mit einer entsprechenden Anordnung.
Verwandte Regeln
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Mit sehbehinderten Spielern am Brett
Im Turnierleitfaden stehen die Regeln zu Tastbrettern, Zugansagen und Hilfspersonen.
Quellen und Geltungsbereich
FIDE Laws of Chess · 2023 · Guidelines II.1–II.3.
Gültig seit dem 1. Januar 2023. Diese Erläuterungen betreffen das Spiel am Brett. Maßgeblich sind der offizielle Text und die darin zugelassenen Turnierbestimmungen. Die Lehrstellungen sind keine Turnierpartien.